Markt in Deutschland

Seit der Einführung des Pfandes auf alle Einweggetränkeverpackungen in Deutschland im Jahr 2003 ist der Absatz von Getränkedosen in Deutschland drastisch zurückgegangen. Die Einführung des bundesweiten Rücknahmesystems für Einweggetränkeverpackungen im Jahr 2006 brachte die Trendwende – es geht seitdem wieder aufwärts. Seither weist der deutsche Markt beim Dosenkonsum zweistellige Wachstumsraten auf, wenn auch noch auf niedrigem Niveau. Die meisten Getränkedosen, die in Deutschland produziert werden, sind nach wie vor für den Export bestimmt. Aber die Relationen verschieben sich: Die Inlandsquote, also der Prozentsatz der Dosen, die für den deutschen Markt abgefüllt und hier auch konsumiert werden, liegt inzwischen bei 20 Prozent.

Der Anteil der Mehrwegflaschen im Getränkemarkt ist seit der Einführung des Einwegpfandes kontinuierlich zurückgegangen. Seit dem Start der Pfandpflicht in 2003 sank die MW-Quote von 63,6 % auf 48,2 %. Bei Mineralwasser beträgt der Mehrweganteil nur noch 34,2 %, bei alkoholfreien Getränken sogar nur noch 26,8 % (Stand: 2008). Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Fachleute gehen davon aus, dass auf dem deutschen Markt für Einweggebinde weiterhin Steigerungen zu erwarten sind.

Entwicklung der Mehrwegquote
in Prozent